Vermögensanlage in Zeiten des Niedrigzins

02/11/2018

Florian Protschka

administrator

 

Bei 2,3 % lag die Inflation in Deutschland im September. 2 % peilen die Zentralbanken an. Eine Inflation an sich ist nicht problematisch, auch wenn in Deutschland historisch bedingt eine gewisse Angst vorherrscht. Eine gewisse, mäßige Inflation ist für die Wirtschaft sogar wünschenswert.
Problematisch wird es jedoch, wenn die Inflation dafür sorgt, dass das Vermögen der Menschen real sinkt, da die Zinsen für Konten, Sparbücher und andere Anlagen, die Verluste nicht ausgleichen. Genau dies ist zur Zeit der Fall: Wer heute sein Geld auf das Konto legt, verliert real an Wert.
Dabei wurde es den Deutschen jahrelang gepredigt, dass es gut ist zu sparen, Geld für schlechtere Zeiten beiseite zu legen. Hinzu kommt, dass durch das derzeitige Rentensystem, private Rücklagen gebildet werden müssen, um nicht der Altersarmut zum Opfer zu fallen. (Dazu mehr im nächsten Blog).

Risikoreiche Anlagen der Vergangenheit

Häufig haben in der Vergangenheit – wie während der Immobilien- und Finanzkrise 2007/2008 – Menschen ihr Geld verloren, da sie unwissend und von windigen Anlageberatern beraten, in Produkte investiert haben, die sie nicht wirklich verstanden. Aber natürlich spielte und spielt auch immer die Gier der Anleger eine Rolle. Die Investition in Anlageprodukte, die nicht verstanden werden, sind zwar nicht deshalb gleich risikoreicher, aber es sind eben meistens genau solche Produkte, die dann doch (weitaus) mehr Risiko beinhalten. Das Risiko liegt vor allem dann vor, wenn Produkte den Bezug zu der Realität, der realen Wirtschaft verloren haben, da es sich um Finanzprodukte handelt, die allein auf mathematischen Berechnungen aufbauen. Gleichzeitig gibt es auch Risiken bei einigen, auf den ersten Blick, sehr verständlichen Anlagen, wie Immobilien. Vor allem wenn man nicht mit kleinen Beträgen diversifizieren kann und alles in eine Immobilie oder einen Immobilienfonds investiert. Trotzdem haben Finanzprodukte, die nur noch mathematisch bewanderte verstanden, als auch Immobilien häufig gewinnbringende Renditen abgeworfen. Jedoch: Komplizierte Anlagen, wie gewisse Finanzprodukte, oder solche, mit hohen Einstiegshürden wie Immobilien, sind nicht die Lösung für die Masse.

Reale Wirtschaft im Blick

Wer nun nach Vermögensanlagen sucht, die in Zeiten der Niedrigzinsen bei traditionellen Anlagen, noch reale Renditen abwerfen, sollte einen Blick auf die reale Wirtschaft werfen. Natürlich, auch die Anlagen in Finanzprodukte, wie Fonds, in Immobilien, oder durch die niedrigen Zinsen von der Inflation aufgefressene Bankanlagen – all diese sind auch irgendwo mit der realen Wirtschaft verbunden. Jedoch immer in gewissem Maß über Umwegen. Der direkteste Weg geht über eigene Unternehmensbeteiligungen. Unternehmen sind der Motor der Wirtschaft: Sie produzieren reale (analoge oder digitale) Produkte, erwirtschaften Gewinne und zahlen Dividenden an ihre Anteilseigner.

Aktien und Security Token

Jeder kann sich an großen Unternehmen beteiligen, wenn auch in kleinem Ausmaß: Über Aktien werden Investoren Anteilseigner an Aktiengesellschaften und verdienen einerseits über die Dividende, quasi der Zins bei Anlagen in Aktien, und über langfristige Kurssteigerungen. Durch die Blockchain Technologie ist es heute möglich, dass solche Aktien auch in einer digitalen Form, Blockchain basiert, heraus gegeben werden. Der Name dieser neuen Anlageform ist „Security Token“, die zu den digitalen Assets gehören. „Security“ steht im Englischen unter anderem für Wertpapier und „Token“ sind Blockchain basierte Werte. Der Vorteil bei Security Token: Viele Unternehmen werden in den kommenden Jahren Security Token herausgeben um sich damit zu finanzieren. Das sogenannte Security Token Offering (STO) ist gleichzusetzen mit dem IPO, bei dem Aktien heraus gegeben werden. Bei Security Token profitieren Anleger ebenfalls von einer Dividende und von Kurssteigerungen. Bei Aktien und Security Token sind die Einstiegshürden sehr gering. Gerade bei Security Token kann sich eine kurzfristige als auch langfristige Investition lohnen.

 

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